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Mein Grundbestand supervisorischer Ethik in 25 Thesen:

 

Menschenbild

  1. SupervisorInnen respektieren die Unantastbarkeit, den Schutz und die Würde der Einzelnen.
  2. SupervisorInnen achten und fördern die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung der Einzelnen. Gleichzeitig antizipieren Sie die möglicherweise begrenzte Selbstverantwortlichkeit ihres Gegenübers.
  3. SupervisiorInnen staunen über das Wunder Mensch, seine Möglich­kei­ten, seine Fähigkeiten, seine kreativen Kräfte und Begabungen. Sie staunen über die Vielfalt der Welt.

Haltungen

  1. SupervisiorInnen begegnen den Menschen mit Wertschätzung, Empathie und Offenheit.
  2. SupervisorInnen zeigen sich den SupervisandInnen mit angemessener Authentizität, Echtheit und Wahrhaftigkeit. Sie haben ein Interesse an einer tragfähigen Beziehung.
  3. SupervisiorInnen gestalten die Beratung, auch wenn sie asymmetrisch ist, als Kommunikation zweier Subjekte.
  4. SupervisiorInnen, die Menschen auf Feldern herausfordernder Bezie­hungs­arbeit begleiten, verfügen über angemessene Feldkompetenz.
  5. SupervisiorInnen bringen eine ethnologische Haltung, die Expertise des Nicht-Wissens, mit. Sie sind daher mit Deutungsangeboten vorsichtig.
  6. SupervisorInnen achten auf ihre eigene Freiheit und Autonomie als Basis für eine allparteiliche Arbeit.
  7. Supervisorinnen haben einen vitalen Zugang zu ihrem eigenen Gewis­sen, als dem Ort produktiver Unruhe für die Suche nach dem Richtigen.
  8. SupervisiorInnen gehen mit dem Vertrauensverhältnis zu den Supervi­sandInnen verantwortungsvoll um und achten die Verschwiegenheit.
  9. SupervisorInnen sorgen für ein ausgewogenes Verhältnis von Nähe und Distanz zu den SupervisandInnen und vermeiden Grenzüber­schreitun­gen. Sie gehen keine sozialen oder sexuellen Beziehungen zu den Super­visanden ein.
  10. SupervisorInnen mißbrauchen ihre Tätigkeit nicht zur Vorteilsnahme oder für persönliche Interessen.

 

Prozessgestaltung

  1. SupervisorInnen nehmen die Verantwortung für die Supervision als Prozess bewußt war. Sie steuern den Prozess durch unterschiedliche Phasen und sorgen für einen haltenden Rahmen. Sie sind sich ihrer Macht bewußt und gehen damit verantwortlich um. Sie behalten das vereinbarte Ziel im Auge.
  2. SupervisorInnen achten auf einen sauberen Kontrakt, der gegebenenfalls im Prozessverlauf angepaßt wird. Sie sorgen für einen Interessensaus­gleich zwischen den Kontraktpartnern.
  3. SupervisorInnen gestalten ihr Vorgehen gegenüber allen Prozessbe­teilig­ten transparent und kongruent.
  4. SupervisorInnen beschränken sich auf die kontraktierte supervisorische Leistung. Sie achten auf die Grenze zu anderen Beratungsdisziplinen.
  5. SupervisorInnen reflektieren ihre eigenen Fähigkeiten, im Hinblick auf eine angemessene Auftragserfüllung, kritisch. Sie sind sich ihrer persönlichen Begrenztheit und der Begrenztheit ihrer Wahrnehmung bewußt.
  6. SupervisorInnen verhalten sich dem Auftraggeber gegenüber loyal.
  7. SupervisorInnen benennen die ihnen absehbaren Konsequenzen, so dass vorhersagbarer Schaden vermieden werden kann.
  8. SupervisorInnen nutzen ihre Freiheit verantwortungsvoll, um situativ für die SupervisandInnen Neues zu eröffnen.

Selbstreflexion

  1. SupervisorInnen evaluieren die Wirkungen ihres Handelns kritisch.
  2. SupervisorInnen blicken über den Tellerrand des einzelnen Prozesses und Systems auf das gesellschaftliche Ganze. Sie sind dem Gemeinwohl verpflichtet.
  3. SupervisorInnen verhalten sich gegenüber anderen Supervisoren respektvoll und loyal.
  4. SupervisorInnen sorgen für ihre eigene Professionalität durch Fortbildung und Intervision oder Kontrollsupervision.

 

Lars Klehn | info[at]supervision-klehn.de